Zusammenarbeit mit SAP — Am Beispiel des Arbeitskreises Solution Manager

„Wir tauschen uns regelmäßig aus, oftmals auf dem kurzen Dienstweg.“

Heute ist der Arbeitskreis Solution Manager einer der größten und vitalsten Arbeitskreise der DSAG. Die Zusammenarbeit der entsprechenden SAP- und DSAG-Gremien ist beispielhaft. „Sie ist über die Jahre gewachsen. Viele Dinge erfolgen inzwischen auf Zuruf“, sagt Johannes Hurst, Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Solution Manager. Das sieht er ebenso wie einer seiner Pendants auf SAP-Seite, Dr. Matthias Melich, VP SAP Solution Manager, als Erfolgsrezept. „Wir tauschen uns regelmäßig aus, oftmals auf dem kurzen Dienstweg, und wir diskutieren offen miteinander. Das macht die Zusammenarbeit zum einen unkompliziert, zum anderen aber auch so wirkungsvoll.“

Ein Ergebnis davon ist zum Beispiel die gemeinsam definierte und von SAP zertifizierte Schnittstelle für den Service Desk des SAP Solution Managers, die es vorher so nicht gab und die mittlerweile von anderen Service-Desk-Herstellern in deren Produkte integriert wird.

Zu jenem Zeitpunkt sind wir erwachsen geworden“, sagen Hurst und Melich unisono

Kontinuität schafft Nähe und Vertrauen

Bei Gründung des Arbeitskreises 2006 hatten viele Kunden zunächst Vorbehalte gegenüber dem SAP Solution Manager. Durch die hervorragende Zusammenarbeit von DSAG und SAP hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt: Der SAP Solution Manager hat sich nicht zuletzt aufgrund des fundierten Feedbacks seitens der DSAG und deren Mitglieder zu einer zentralen, stabilen und wertschöpfenden Lösung entwickelt. Dies wurde nicht zuletzt erreicht durch eine gemeinsame Programmplanung der SAP Entwicklungsinvestitionen und des Roll-outs. Durch dieses gemeinschaftliche Engagement wurde der Arbeitskreis Solution Manager (www.dsag.de/AK-Solman) mit seinen 2.000 aktiven Mitgliedern zu einem der einflussreichsten und wichtigsten Gremien, sowohl für SAP als auch die DSAG. Und das, obwohl es, laut Melich, einige Herausforderungen gab: Kunden waren in der Vergangenheit mit der damaligen Version 4.0 nicht zufrieden. Es folgte eine Neuausrichtung: Die Parteien setzten sich zusammen und die Themen wurden anders aufgezogen. „Zu jenem Zeitpunkt sind wir erwachsen geworden“, sagen Hurst und Melich unisono. Heute arbeiten DSAG und SAP, arbeiten Johannes Hurst gemeinsam mit Matthias Melich im Team mit Hans-Joachim Neuber, Senior Solution Manager SAP SE, und Thilo Keller, Manager Ressort Operations/Service&Support DSAG, auf beiden Seiten seit Jahren eng und mit tatkräftiger Unterstützung durch DSAG-Vorstand Andreas Oczko zusammen. Diese Kontinuität schafft Nähe und Vertrauen. Die gemeinschaftliche Arbeit ist stets geprägt von gegenseitigem Respekt für die Aufgaben und Bedarfe des jeweils anderen.

DSAG-Profl
Dass unsere Form der Zusammenarbeit heute als Vorbild gesehen wird, ist ein Meilenstein. So machen wir weiter!“

„Das wird ein Meilenstein“

„Der Umgang ist heute ein anderer“, sagt Matthias Melich: „Früher haben wir Anforderungen gesammelt, entwickelt und es dann der DSAG gezeigt. Heute beziehen wir die DSAG Mitglieder ganz früh in unsere Überlegungen ein und bleiben auch während der Entwicklung im aktiven Austausch.“ Aktuell ist dies bei der neuen Version 7.2 zu beobachten, die Ende des Jahres in den Ramp-Up gehen soll. Zum ersten Mal hat SAP vor wenigen Wochen den Anwendern schon im Vorfeld die Neuerungen vorgestellt und darüber diskutiert, auch wie den Kunden der Umstieg auf die neue Version so bequem wie möglich gestaltet werden kann. Die Anregungen ließen nicht lange auf sich warten. Einige davon, beispielsweise wie sich das Redesign der Lösungsdokumentation zu einem frühen Zeitpunkt mit Hilfe der SAP Cloud Appliance Library von Kunden ausprobieren lässt, evaluiert SAP bereits. „Auf die Idee sind wir gar nicht gekommen. Heute setzen wir den Vorschlag bereits um,“ sagt Matthias Melich. Mit Johannes Hurst ist er sich einig, „Dass unsere Form der Zusammenarbeit heute als Vorbild gesehen wird, ist ein Meilenstein. So machen wir weiter!“

Auch in diesem Fall war es wieder der kurze Dienstweg, der beschritten wurde. Ein kurzes Telefonat zwischen Melich, Hurst und Neuber war der Ausgangspunkt. Kurze Zeit später ging eine Einladung an mehrere Kunden und DSAG-Mitglieder für einen eintägigen Workshop raus. Innerhalb von nur vier Stunden haben alle eingeladenen Mitgliedsunternehmen zugesagt. Der Workshop war ein Erfolg, zumal zum Teil auch ganz neue Anregungen und Ideen von erfahrenen Kunden zur Sprache kamen.

„Wir merken, dass es ein großer Vorteil ist, wenn Kunden ihre Ideen zu einem sehr frühen Zeitpunkt aktiv einbringen und wir nicht von vorn herein mit einem festgelegten Set an Neuerungen kommen“, so Melich. „Das sorgt für ein partnerschaftliches Verhältnis“, ergänzt Hurst. Natürlich läuft nicht alles über den kurzen Dienstweg ab. Es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten für den Austausch: AK-Sitzungen, Webinare, den jährlichen SAP Solution Manager Thementag im Januar mit Rekord-Teilnehmerzahlen, CEIs (Customer Engagement Initiatives) zu spezifischen Themen, Treffen auf dem DSAG-Jahreskongress oder den Technologietagen und und und. „Wichtig ist eines“, sagt Hurst: „Auf offene Fragen der Kunden und Anwender muss es offene Antworten der SAP geben. Und die gibt es.“


Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit AK Solution Manager – SAP

  • Inhalte jeweils auf die einzelnen Zielgruppen (neue Mitglieder, „alte Hasen“, Entscheider, Entwickler …) zuschneiden
  • Schwerpunktthemen identifizieren und aktuell aufbereiten
  • Personelle Kontinuität der Ansprechpartner gewährleisten
  • Effektiv kommunizieren, kurze Dienstwege einbeziehen
  • Aktiv zuhören – den Argumenten des anderen offen gegenüberstehen
  • Mehr zum Arbeitskreis unter: www.dsag.de/AK-SolMan